Fliegen ist Vertrauenssache. Die Freizeitbeschäftigung erfordert Planung, mentale und physische Fitness, Training und Routine. Meine fliegerische Ausbildung habe ich 1998 im Alter von 21 Jahren begonnen. Nach Abschuss der PPL fliege ich jährlich zwischen 30-40 Stunden, was ca. der 3-fachen gesetzlich vorgeschriebenen Flugerfahrung von 12 Stunden pro Jahr für den Erhalt der Fluglizenz entspricht.

Rundflüge sind Routineflüge. Fliegt man eine Strecke immer wieder, erlebt man diese bei unterschiedlichem Wetter, in verschiedenen Jahreszeiten und mit variierenden Gegebenheiten im Luftraum. Diese Routine ermöglicht es einem, die Situationen gut einzuschätzen und nötigenfalls richtig zu reagieren. Alle Piloten müssen jährlich einen betriebsinternen Check-Flug mit einem Fluglehrer absolvieren. 

Fliegen wird in der aktuellen Klimadiskussion schlecht geredet. Dabei wird ausgeblendet, dass ein modernes Flugzeug wie der Lightwing AC4 auf Reiseflughöhe mit weniger als 66dB kaum mehr hörbar unterwegs ist. Mit ca. 185 Km/h Reisegeschwindingkeit ist ein Kleinflugzeug konstant schneller unterwegs als ein Auto und verbraucht dabei ca. 8 Liter bleifreies Benzin auf 100 Km. Zudem benötigen Flugzeuge keine biodiversitäs- bzw. landschaftsquerenden Infrastrukturen am Boden. Auch die Flugwege können flexibel  und  individuell auf das Ziel ausgerichtet und damit ressourcen-effizient geplant werden.

Dekarbonisierung ist die Zukunft! Ich bin der Überzeugung, dass jede Volkswirtschaft, die sich von fossilen Energieträgern befreit, künftig im Vorteil ist. Daher habe ich bereits 2019 auf e-Mobilität umgestellt. Leider hinkt die General Aviation auf Grund von kleineren Skaleneffekten, engen Zertifizierungsrahmen und übertriebener Bürokratisierung der Automobilindustrie eine Dekade hinterher.

Erste, sogar zertifiziere, vollelektrische Produkte wie der Velis Electro sind jedoch bereits verfügbar. Sobald sich die Flugzeuge mit den künftigen Batteriegenrationen ohne Einschränkungen 2-3 Stunden in der Luft halten können, wird der batterieelektrische Antrieb eine Alternative bieten und damit ein noch leiseres und emissionsfreies Fliegen ermöglichen.

Die Schweiz ist mit den Projekten: e-Sling, H2 (CELLSIUS, ETH) sowie smartflyer (private) in diesen Bereichen führend.

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